Adèle und das Geheimnis des Pharaos
Adèle und das Geheimnis des Pharaos
Paris 1912, der alte Professor und, nennen wir es neudeutsch Mindfreak Dieuleveult erweckt ein Dinosaurierei nach zehnhundert Millionen Jahren im naturhistorischen Museum zum Leben. Es schlüpft ein Pterodaktylus, der vom Professor kontrolliert werden kann. Sogleich fängt er an, die Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen. Machen wir einen Sprung über das Mittelmeer. In Äypten ist die junge Journalistin Adèle Blanc-Sec dabei, des Pharaos Ramses II letzte Ruhestätte zu erkunden. Doch weder der Pharao selbst noch dessen Schätze wecken ihr Interesse, vielmehr ist sie auf der Suche nach dessen Leibarzt Patmosis. Schlagfertig, eingebildet und durchaus Intelligent trickst sie Schurken, Grabräuber und Widersacher aus und nimmt den gewünschten Sarkophag an sich.
In Paris hat man derweil auf Befehl des Monsieur Président den hungrigsten und besten Polizisten der Stadt auf das Erlegen des Flugsauriers angesetzt. Eher stümperhaft aber doch zielstrebig und mit vollem Einsatz gelingt es ihm den Professor als Schuldigen auszumachen. Er wird verhaftet und bis zu seiner Enthauptung in eine Zelle gebracht. Der [Pterodaktylus] allerdings entwischt und bleibt weiter auf freiem Fuß...Flügel???
Während Adèle mit dem mumifizierten Arzt, den Professor Dieuleveult aus seinem fünftausendjährigen Schlaf, ähnlich dem Dinosaurier, erwecken soll, damit dieser die seit fünf Jahren nach einem tragischen Tennisunfall regungslos dahin vegetierende Zwillingsschwester Adèles ihrerseits zurück ins Leben holt, in Paris ankommt, beschäftigten sich dort inzwischen Meisterjäger und Wissenschaftler um das Phänomen des geschlüpften Tieres aus dem Jura. Adèle versucht den Professor zu retten, Polizist Caponi versucht die Stadt vom Flugsaurier zu und der arme Wissenschaftler Zborowski versucht die Liebe seines Lebens zu ergattern.
Eine kuriose und Sagenhaft überzogene Komödie, die trotzdem in sich stimmig wirkt. Vollgepackt mit Humor, Arroganz, Drama, Tragik und Missverständnissen. Ein Potpourri aus dem die Franzosen wie schon in „Die Fabelhafte Welt der Amélie“ beweisen, dass sie die Meister, im Zubereiten solch aus der Luft gegriffener teils absurder Fragmente sind. Die Grand Nation macht Grand Cinéma, dass aus scheinbar willkürlichen und sinnfreien Zusammenhängen immer wieder neue unglaubliche Verknüpfungen herstellt. Durchaus kopfschüttelnd ob dieser unglaublichen Geschichte stellt man fest, dass man bei Adèle nicht alles zu verstehen braucht, sondern einach nur hinnehmen muss, um bestens unterhalten das Kino verlassen zu können.
Mittwoch, 1. September 2010
Jean-Félix